Zielgruppe für Storytelling: Wen interessiert deine Geschichte?
Storytelling im Business: Was sind die Voraussetzungen, damit Menschen zuhören?

Zielgruppe für Storytelling: Wen interessiert deine Geschichte?

Welche Vorraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Menschen einem Unternehmen zuhören.

Wie Menschen Storytelling für ihr Business nutzen können und was es mit Nudeln zu tun hat. Das habe ich vor einigen Wochen in einem Video auf Instagram, Facebook und LinkedIn erklärt. Der Kommentar eines Users führte dabei zu diesem Artikel. Er wollte wissen, welche Vorraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Menschen einem Unternehmen zuhören. Gibt es eine Zielgruppe für Storytelling: Wen interessiert deine Geschichte?

Ich habe gute Nachrichten für alle Unternehmer und Selbstständige: Menschen lieben Geschichten. Harry Potter ist mehr als 500 Millionen mal verkauft und die Bücher von Joanne K. Rowling sind in 80 Sprachen übersetzt worden. Das Dschungelbuch hat allein in Deutschland seit 1968 mehr als 27 Millionen Besucher in die Kinos gelockt. Wer sich also fragt, gibt es eine Zielgruppe für Storytelling. Und wen interessiert deine Geschichte? Sind die Antworten ja und jeden.

Zielgruppe für Storytelling: Wen interessiert deine Geschichte?

Wir nutzen Bücher, Hörspiele und Filme dabei nicht nur, um uns zu inspirieren oder abzulenken. Menschen brauchen Geschichten. Wie in meinem Blogartikel „Das Gehirn macht alles zur Geschichte“ beschrieben, schnappen wir Dinge auf und setzen sie automatisch in eine Story um. Wir benötigen Ursache und Wirkung, um die Welt besser zu verstehen.

Und das Verblüffendste dabei ist: Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Realität und Fiktion. „Am Morgen duftete es nach frischgebrühtem Kaffee“. Wenn wir diesen Satz lesen, sind in unserem Gehirn die selben Areale aktiv, als wen wir diesen Duft tatsächlich in der Nase hätten – unser Riechhirn springt an. Ob wir Dinge wirklich erleben oder nur lesen, sehen oder hören, spielt für unser Gehirn keine Rolle.

Stories dienen uns als Sparingspartner

Ringrichter reißt den Arm des Gewinners hoch, Boxer sieht zu - Geschichten dienen uns als Sparingspartner.
Wir siegen und verlieren mit Geschichten. Stories dienen uns als Sparingspartner.

Geschichten dienen uns als Sparingspartner. Mit ihnen trainieren wir für das echte Leben. Wir steigen mit ihnen in den Ring, teilen aus, stecken ein, siegen und gehen zu Boden. Je detailreicher und lebendiger eine Story ist, desto leichter lassen wir uns mitreißen. Sie helfen uns dabei, gesammelte Erfahrungen abzugleichen und zeigen uns alternative Optionen auf. Wir lernen aus ihnen. Zudem zeigen uns Situationen, die wir bislang nicht erlebt haben und nicht erfahren wollen, was passieren könnte.

Eine detailreich ausgearbeitete Geschichte bewegt, lähmt, inspiriert, enttäuscht, ermutigt und erschüttert, euphorisiert oder deprimiert uns. Wir können uns dieser Kraft nicht entziehen. Wir gehen mit dem Helden auf die Reise. Wenn er fällt, sinken auch wir zu Boden. Wenn er siegt, so triumphieren wir.

Doch woher wissen Unternehmer und Selbstständige welche Themen das Publikum emotional berühren? In dem sie zuhören und sich mit ihrer Zielgruppe und ihrer Persona auseinandersetzen. Wer erzählen will, muss zunächst sein Publikum kennen. Was treibt die Menschen an, was sind ihre Ängste, Hoffnungen und Bedürfnisse?

Mein Tipp: Sei dort, wo dein Publikum ist – auf Social Media. Lies die Kommentare und Beiträge, nimm das Feedback deiner Kunden ernst und beteilige dich an Diskussionen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim entwicklen deiner Geschichte. Wenn du Fragen hast, ich helfe dir gern.